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Ursachen für Eisenmangel: Blutverlust, erhöhter Eisenbedarf, gehemmte Eisenaufnahme

Auch wenn ein Eisenmangel sich schleichend entwickeln kann, gibt es immer bestimmte Ursachen, die ihn auslösen. Wenn sie auch oft banal wirken, ist es für deine Gesundheit gut, früh darauf zu achten. Hier erfährst du welche Ursachen zu einem Eisenmangel führen können.

Wie kommt es zu einem Eisenmangel?

Man spricht von einem Eisenmangel, wenn die tägliche Zufuhr an Eisen den Bedarf nicht decken kann. Besteht dieses Ungleichgewicht langfristig, werden Eisenspeicher immer weiter entleert und der Körper verliert nach und nach an Leistungskraft. 

Im schlimmsten Fall entwickelt sich ein Eisenmangel so weit, dass nicht mehr genügend rote Blutkörperchen gebildet werden. Dies hat zur Folge, dass Organe und Zellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einem solchen Ungleichgewicht und zu einem Eisenmangel führen können. Grundsätzlich liegt es daran, dass

  •  zu wenig Eisen aufgenommen wird 
  • ein höherer Bedarf an Eisen vorliegt 
  • oder der Körper zu viel Eisen verliert
Frau hält Smartphone und isst nach sport

Eisenmangel: Diese Ursachen gibt es

Diese Ursachen für Eisenmangel können folgendermaßen entstehen: 

Niedrige EisenzufuhrEisenarme Ernährung 
Eisenaufnahme durch hemmende Stoffe reduziert
Verdauungsstörungen (Zöliakie)
Chronische Magen-Darm-Entzündungen
Erhöhter BedarfSchwangerschaft Stillzeit
Wachstum (Jugendalter)
Eintreten der Regelblutung 
(Leistungs-)Sport
BlutverlustStarke Regelblutung 
Regelmäßiges Blutspenden
Innere Blutungen
Ursachen für Eisenmangel

1. Zu niedrige Eisenzufuhr

Eisen muss dem Körper zugeführt werden, da wir das Spurenelement nicht selbst produzieren können. Deswegen hat deine Ernährungsform einen großen Einfluss auf deinen Eisenwert. Obwohl in vielen pflanzlichen Lebensmitteln viel Eisen drin steckt, kann es dein Körper in dieser Form leider nicht sehr gut aufnehmen. Daher können VeganerInnen und VegetarierInnen öfter von Eisenmangel betroffen sein. 

Doch auch Fleischesser sollten auf eine ausreichende Eisenzufuhr achten. Tierisches Eisen kann zwar besser vom Körper aufgenommen werden, doch nicht in jedem Fleisch steckt so viel Eisen wie man vielleicht erwarten würde. Besonders stark verarbeitete Produkte mit vielen industriellen Zusatzstoffen können nicht mehr viele Nährstoffe liefern. 

Zusätzlich gibt es Lebensmittel, die eine Eisenaufnahme hemmen können. Leider gehören hierzu beliebte Getränke wie Kaffee, Schwarztee oder auch Milchprodukte

Inhaltsstoffkommt vor:
Polyphenole in Kaffee, Tee (bes. schwarz, grün), Rotwein
Oxalsäurein Kakao, Rhabarber, Spinat
Phytinsäurein Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen, Vollkornprodukten
Calciumin Milchprodukten, Säften mit Zusätzen
Phosphatin Colagetränken, Limonaden
Hemmstoffe bei Eisenaufnahme

Auch Verdauungsstörungen wie Zöliakie oder chronische Erkrankungen vor allem im Magen-Darm Trakt (Morbus Crohn) können einen Eisenmangel zur Folge haben. In seltenen Fällen ist eine gestörte Eisenaufnahme im Dünndarm genetisch bedingt. 

Schwangere Frau in schwarzem Kleid, im Herbst am See

2. Erhöhter Bedarf

Ein erhöhter Eisenbedarf entsteht wenn dein Körper mehr Leistung erbringen muss als ‘normal’.  Dies ist zum Beispiel während der Schwangerschaft der Fall. Während das Kind im Mutterleib heranwächst, wird der Eisenbedarf verdoppelt. Kein Wunder, denn das Eisen muss ja dann für zwei reichen. Es lohnt sich daher bereits frühzeitig seinen Eisenwert bzw. Ferritinwert zu messen, um einen starken Mangel im Laufe der Schwangerschaft zu vermeiden. 

Auch nach der Geburt und besonders während der Stillzeit ist der Bedarf an Eisen immer noch hoch. Über die Muttermilch erhält das Neugeborene wichtige Nährstoffe und auch für  die Mutter ist ein stabiler Eisenhaushalt nicht zu unterschätzen. Dieser kann das Risiko von ‘Baby-Blues’ deutlich verringern. 

Auch im Jugendalter mit starken Wachstumsphasen und durch das Eintreten der Regelblutung braucht der Körper mehr Eisen. Daher ist es nicht verkehrt, wenn Teenies mal wieder ‘keine Lust auf nichts haben’, auf Eisenmangel zu testen.  

Eine weitere Zusatzbelastung für den menschlichen Körper ist leistungsorientierter Sport. Da Eisen in Form von Myoglobin den Muskel mit Sauerstoff versorgt und somit für seine Funktionsfähigkeit mitverantwortlich ist, steigt der Bedarf an Eisen bei hohen Belastungen. 

3. Blutverlust

Da Eisen sich unter anderem im Blut befindet, geht bei jedem Blutverlust auch Eisen verloren. Kommt es öfter oder regelmäßig zu Blutverlust, steigt das Risiko an Eisenmangel zu leiden. 

Wohl am ehesten betroffen von regelmäßigem Blutverlust sind Frauen mit Regelblutungen. Besonders starke Menstruationsblutungen können einen Eisenmangel immer stärker ausprägen.  

Auch das Spenden von Blut ist eine Form des Blutverlustes. Wer also regelmäßig Blut spendet, sollte seinen Ferritinwert im Blick halten. 

Eher selten aber trotzdem möglich sind Chronische Magen-Darm Erkrankungen. Sie können nicht nur die Aufnahme von Eisen negativ beeinflussen, sondern werden oft auch von inneren Blutungen begleitet. Vor allem ältere Menschen gelten als Risikogruppe für diese Ursachen von Eisenmangel. 

Tabletten in der Hand mit Wasserglas in der anderen Hand

Ursachen für Eisenmangel finden & beheben

Um herauszufinden welche Ursache(n) für den eigenen Eisenmangel verantwortlich sein kann/können, musst du einfach überlegen, welche der genannten Ursachen zutreffen könnten. Hierbei hilft oft das Ausschlussverfahren

Natürlich kann man nicht jede der genannten Ursachen ‘beheben’. Es hilft jedoch bereits sich über mögliche Eisenräuber bewusst zu sein und dementsprechend den eigenen Körper zusätzlich zu unterstützen

Ursachen beheben: 

  • Ernährung

Eine niedrige Eisenzufuhr bedingt durch Ernährung, lässt sich durch eine gezielte Anpassung ausgleichen. Stoffe, die eine Eisenaufnahme hemmen, können gemieden werden und mehr eisenreiche Lebensmittel in den Speiseplan eingebaut werden.

  • Blutspenden 

Blutspenden ist lobenswert, keine Frage. Wenn jedoch die eigene Gesundheit durch zu viel Blutspenden leidet, sollte die Häufigkeit unter Umständen neu bedacht werden. Hierbei kann dir mit Sicherheit die Institution, bei der du Blut spendest, weiterhelfen. 

  • Innere Blutungen 

Unabhängig davon ob innere Blutungen der Grund für Eisenmangel sind, sollten diese in jedem Fall medizinisch versorgt werden. Wenn du den Verdacht hast unter inneren Blutungen zu leiden, besuche bitte so schnell wie möglich deinen Hausarzt oder -ärztin.  

Ursachen wahrnehmen & entgegenwirken: 

Wer unter starken Monatsblutungen leidet und/oder viel Sport treibt, sollte seine Eisenspeicher regelmäßig messen lassen. Mit dem kiweno Ferritin schnelltest, geht das sogar selbst & sicher von zu Hause aus. 

Richtig dosiert, können Eisenpräparate einen bestehenden Mangel beheben oder auch dabei helfen, dass die Eisenspeicher nicht weiter entleert werden. Im nächsten Artikel findest du heraus, was es dabei zu beachten gilt: 

Dein Weg zu mehr Wohlbefinden