Tisch mit Holzwürfel-Buchstaben F & E, eine Pille und ein Stetoskop

Zu viel Eisen im Blut: Welche Werte, Symptome und Folgen es gibt und was du dagegen tun kannst

Eisenmangel hat man wohl schon hier und da gehört, aber ein Überschuss an Eisen? Ja, gibt es und ist nicht einmal selten. Zu viel Eisen im Blut kann auch unangenehme Symptome mit sich bringen, hat schwere Folgen und sollte entsprechend behandelt werden.

Habe ich zu viel Eisen im Blut?

Es gibt verschiedene Blutwerte, die dir Aufschluss darüber geben, ob du von einem Eisenüberschuss betroffen bist. Neben dem Eisenwert sind es in erster Linie die Transferrinsättigung und der Ferritinwert

Das Transportprotein für Eisen (Transferrin), ist im Normalfall bis zu 45% mit Eisenionen befüllt. Die Transferrinsättigung wird mithilfe des Eisenwerts bestimmt und überschreitet sie die 45%, so besteht mit großer Wahrscheinlichkeit eine Eisenüberladung. 

Ferritin ist der Speicherort für Eisen. Liegt der Ferritinwert über dem Normbereich (siehe Tabelle) kann dies ein erstes Indiz für zu viel Eisen im Blut sein. Zusammen mit den Werten der Transferrinsättigung, lässt sich eine genaue Diagnose stellen. Der Ferritinwert kann auch falsch hoch sein, wenn eine (chronische) Entzündung vorliegt. Diese kann mit dem CRP Wert getestet werden. 

BlutwerteMännerFrauen
Eisen>160 µg/dL>150 µg/dL
Transferrinsättigung>45%>45%
Ferritin>300 μg/L>200 μg/L
Blutwerte bei Eisenüberschuss

Ursachen für Eisenüberladung

Wie auch beim Eisenmangel, hat auch eine Eisenüberladung seine Ursachen. 

Obwohl eine eisenreiche, oft fleischlastige Ernährung zu erhöhten Eisenwerten führen kann, ist eine Überdosierung so nicht möglich. Anders schaut es bei der Supplementierung aus. 

Eisen Supplemente ohne Bedarf

Wer Eisenpräparate ‘ohne Bedarf’ zu sich nimmt, erhöht seine Eisenwerte nach und nach, was zu einer Überversorgung an Eisen führen kann. Daher sollen Eisensupplemente nicht ohne diagnostizierten Eisenmangel eingenommen werden.

Hämochromatose

Die Hauptursache für deutlich erhöhte Eisenwerte (um 800 μg/L Ferritin und mehr) ist Hämochromatose, auch Eisenspeicherkrankheit genannt. Dabei handelt es sich um eine genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung bei der zu viel Eisen im Darm aufgenommen wird. Dadurch kann sich Eisen in Organen ablagern, in die es nicht hin gehört und zu schweren Folgen führen.

Häufige Bluttransfusionen können auch zu sekundärer Hämochromatose führen. Dies setzt voraus, dass man bereits an einer anderen Erkrankung leidet, die durch die Transfusionen behandelt wird. Dazu gehören unter anderem genetische Erkrankungen, die zu fehlerhafter Bildung roter Blutkörperchen führen (Thalassämie, Sichelzellanämie) oder chronische Erkrankungen, die das Knochenmark betreffen (Myelofibrose).  

Frau fasst sich an Schläfen in Raum mit Pflanzen

Zu viel Eisen im Blut: Symptome

Die Anzeichen einer Überdosierung an Eisen sind zum Teil unspezifisch und können auch anderen Krankheitsbildern zugeordneten werden. Werden die Symptome zu lange ignoriert, können schwere Folgeschäden entstehen, die sogar lebensbedrohlich sind. 

Eine Eisenüberladung kann zu folgenden Symptomen führen: 

  • Müdigkeit
  • Magen-Darmbeschwerden
  • Bauchschmerzen 
  • Gelenkschmerzen 
  • reduziertes Lustempfinden (sexuell)
  • Bräunung der Haut (in fortgeschrittenem Stadium)

Schwere Folgen bei erhöhten Eisenwerten

Folgeschäden durch Eisenüberladung entstehen durch die Ablagerung von überschüssigem Eisen in verschiedenen Organen.  

betroffenes OrganFolgen
Leberansteigende Leberwerte, Leberzirrhose
HerzHerzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz
BauchspeicheldrüseDiabetes
HirnanhangdrüseTestosteronmangel (Männer), vorzeitige Wechseljahre (Frauen)
SchilddrüseUnterfunktion
Hautstarke Bräunung, Bronzefärbung 
GelenkeArthritis

mögliche Folgen bei Eisenüberschuss

Um diese Erkrankungen zu verhindern, lohnt sich eine Überprüfung des eigenen Eisenstatus und ggf. eine frühzeitige Behandlung.

Behandlung bei zu viel Eisen im Blut 

Je nachdem welche Form der Eisenüberdosierung vorherrscht, sprich welche Ursache zugrunde liegt, muss die Behandlungstherapie unterschiedlich ausfallen. 

Aderlass

Liegt eine genetisch bedingte Hämochromatose vor, wird eine Aderlasstherapie durchgeführt. Was sich etwas nach Mittelalter anhört ist eine einfache und gängige Form der Behandlung von Eisenüberversorgung. 

Am Anfang einer Aderlasstherapie werden alle ein bis zwei Wochen ca. 500 ml Blut abgelassen, dass der Ferritinwert unter 50  µg/L sinkt. Bei später Diagnose  bzw. fortgeschrittener Erkrankung kann das bis zu zwei Jahre dauern.

Ist dieser Wert erreicht, braucht es anschließend nur noch ca. 4 Aderlässe im Jahr, um den Ferritinwert zwischen 50 und 100  µg/L zu stabilisierien. 

Medikamente

Ist wegen häufigen Bluttransfusionen zu viel Eisen im Blut, kann natürlich kein Aderlass als Behandlung durchgeführt werden. In diesem Fall erfolgt eine Therapie mit Medikamenten. Sogenannte Chelatoren binden das Eisen im Körper, um es somit auszuscheiden. 

Obwohl die Ernährung eine eher untergeordnete Rolle bei der Behandlung von Eisenüberladung spielt, sollten eisenreiche Lebensmittel trotzdem reduziert werden. Auch die Kombination mit Stoffen, die eine Eisenaufnahme hemmen (Kaffee, Schwarztee), kann hilfreich sein. 

Frau hält Handy in der Hand, worauf testergebnis von kiweno Test zu sehen ist

Ferritinwert mit kiweno schnelltest zu hoch?

Wenn das Ergebnis deines kiweno Ferritin schnelltests im oberen Normbereich liegt oder sogar darüber (angezeigt mit >200 µg/L oder > 300 µg/L) raten wir dir gemeinsam mit deinem Hausarzt / deiner Hausärztin den Ursachen auf den Grund zu gehen. Wie oben beschrieben können zu hohe Ferritinwerte auf bestimmte Krankheiten wie Eisenspeicherkrankheit oder Leberentzündungen hindeuten, die ärztliche Behandlung benötigen. 

Wenn du bereits Eisenpräparate zu dir nimmst, empfehlen wir die Supplementierung zu beenden und auch in diesem Fall einen Arzt/ eine Ärztin aufzusuchen. Es können sonst schwere körperliche Schäden entstehen.

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