Frau liegt auf weißer Bettwäsche und hält sich mit der Hand die Stirn

Ferritinwert niedrig: Gründe, Werte, Symptome, Folgen, Behandlung – Alle Infos im Überblick

Niedrige Ferritinwerte sind nicht gut, aber noch kein Weltuntergang. Am besten hilft es, sich zu informieren, was die Ursachen sein können, welche Symptome damit einhergehen und besonders, was man dagegen tun kann. Denn je früher du weißt was dir fehlt, desto schneller bist du wieder fit 🙂

Ferritin, was ist das? 

Ferritin ist der wissenschaftliche Begriff für Eisenspeicher. Da Eisenmoleküle an sich giftig für den menschlichen Körper sind, findet man das Spurenelement nur in gebundener Form im Organismus vor. Ferritin ist somit ein Eiweiß-Molekül, das jeweils 4000 Eisenmoleküle aufnehmen und speichern kann. Weitere Verbindungen sind z.B. Transferrin (Eisentransport), Myoglobin (Eisen in den Muskeln) oder Hämoglobin (Eisen in den roten Blutkörperchen). 

Der Ferritinwert gibt dir also Aufschluss darüber, wie gut deine Eisenspeicher gefüllt sind. Der größte Anteil an Speichereisen befindet sich in deinem Knochenmark, der Milz und der Leber. Und wie kann es dann sein, dass mit einem Bluttest Ferritin gemessen werden kann? Die Menge an Ferritin, die sich im Blut befindet, steht immer in einem bestimmten Verhältnis zum gesamten Ferritin. Das Serum-Ferritin steht somit stellvertretend für deinen gesamten Eisenspeicher

Normwert vs. Optimalwert: Ab wann ist Ferritin niedrig?

Normwerte werden in der Labordiagnostik aus dem statistischen Durchschnitt errechnet. Ein Normbereich wird also mit den Werten festgelegt, die 95% aller getesteten und gesunden Menschen aufweisen. 

So kann auch die Einschätzung ab wann ein Ferritinwert als niedrig angesehen wird variieren. Statistisch lauten die Normwerte wie folgt: 

  • Männer: 15-300 µg/L
  • Frauen: 15-200 µg/L

Typische Symptome, die auf einen Eisenmangel hindeuten, können aber bereits bei Werten unter 100 µg/L auftreten, weshalb dieser Wert oft als Optimalwert bezeichnet wird. 

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Müde & unkonzentriert: Symptome bei niedrigem Ferritin 

Da ein niedriger Ferritinwert auf einen Eisenmangel hindeutet, sind auch die Symptome damit verbunden. Je nachdem, ob nur Ferritin niedrig ist oder auch weitere Marker wie die Transferrinsättigung oder der Hb-Wert, können die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt sein. 

Diese Anzeichen können mit einem niedrigen Ferritinwert in Verbindung stehen: 

  • anhaltende Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • schnelle Erschöpfung, reduzierte Leistungsfähigkeit 
  • Schlafstörungen, innere Unruhe, depressive Stimmung 
  • Kopfschmerzen, schlechte Konzentration, Gedächtnisstörungen
  • starke Infektanfälligkeit
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Gründe für niedrige Ferritinwerte

Hat dein Ferritintest einen niedrigen Ferritinwert ergeben, kann das ein erster Hinweis für einen Eisenmangel sein. Der Eisenmangel kann ausgelöst werden durch: 

1. Zu geringe Eisenaufnahme: 

  • Einseitige Ernährung
  • Vegane/vegetarische Ernährung
  • Zu viele Hemmstoffe (Kaffee, Milchprodukte etc.)
  • Chronische Darmerkrankung
  • Verdauungsstörung

2. höheren Eisenbedarf:

  • Schwangerschaft, Stillzeit 
  • Sport
  • Wachstumsphasen 

3. Blutverlust: 

  • Häufiges Blutspenden 
  • Starke Periode
  • Innere Blutungen

Ferritin falsch hoch

Liegt eine akute Entzündung vor, kann der Ferritinwert fälschlicherweise hoch sein. Ferritin gehört zu den “Akute-Phase-Proteinen” (APP), die als Teil einer Immunreaktion bei Infektionen oder Entzündungen reagieren. Der Ferritingehalt im Blut steigt in diesen Fällen an, steht nicht mehr im richtigen Verhältnis zum restlichen Speichereisen und zeigt somit einen zu hohen Wert an.  

Mögliche Folgen wenn Ferritin niedrig ist

Eisenmangel ist ein schleichender Prozess, der mit dem Ferritinwert bereits frühzeitig erkannt und daraufhin behandelt werden kann. Bleibt ein Eisenmangel unentdeckt (oder unbehandelt), entwickelt sich dieser Prozess und die Symptome verschlimmern sich. Man unterscheidet in der Eisenmangel Diagnostik drei Stufen von Eisenmangel: 

  1. Prälatenter Eisenmangel 
  2. Funktioneller Eisenmangel 
  3. Manifester Eisenmangel

Bei manifestem Eisenmangel spricht man auch von Blutarmut. Das heißt, es werden nicht mehr genügend rote Blutkörperchen gebildet und es kann zu langfristigen Folgen wie dem Restless Legs Syndrom (RLS) oder Fatigue (chronische Müdigkeit) kommen. 

Frau im Hintergrund hält Ferritin Schnelltest

Was tun, wenn Ferritin niedrig ist?

Wenn der eigene Ferritinwert bereits unter dem Normbereich liegt, sollten weitere Blutwerte genauer unter die Lupe genommen werden. Sind nämlich auch die Transferrinsättigung und der Hb-Wert (Hämoglobin) niedrig, besteht die Gefahr eines weit fortgeschrittenen Eisenmangels, der medizinisch behandelt werden muss. 

Befindet sich der Ferritinwert im unteren Normbereich, kann eine eisenreiche Ernährung oder die richtige Dosierung an Eisenpräparaten weiterhelfen. Mit 40 Milligramm Eisen täglich kannst du deinen Eisenhaushalt unterstützen, um den Ferritinwert wieder zu steigern. 

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