Vitamin D bei Osteoporose?

Zu den Top 3 Maßnahmen bei Osteoporose gehören Krafttraining und bestimmte Supplements. Die Kombination mehrerer Maßnahmen verspricht aber erst Erfolge in der Behandlung.

Der Aufbau der Knochenmasse

Circa bis zum 25. Lebensjahr bauen wir Knochenmasse auf, wobei die Angaben dazu häufig leicht variieren. Ab dem 50. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse dann langsam wieder ab. Je nach Belastung und Ernährungsstatus schneller oder langsamer. Dieser Abbau geht bei manchen Menschen aufgrund einer sogenannten Osteoporose schneller. Festigkeit, Qualität und Dichte des Knochenmaterials leiden darunter stark und es kann deutlich schneller zu Knochenbrüchen kommen.

Osteoporose ist die häufigste Erkrankung des Knochenstoffwechsels und kann lange unbemerkt bleiben. In Österreich sind Schätzungen zufolge circa 370.000 Frauen und 90.000 Männer von Osteoporose betroffen (bei ein Einwohnerzahl von rund 9 Millionen). Quelle: OEGKM

Vitamin D und die Knochengesundheit

Neben Kalzium und einigen Hormonen reguliert Vitamin D den Aufbau der Knochen. Die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm wird auch u.a. von Vitamin D reguliert. Nur wenn ausreichend Vitamin D zur Verfügung steht, können diese Nährstoffe gut aufgenommen werden. Das ist wiederum wichtig für deine Knochen und auch Zähne. Osteoporose ist die Folge einer Demineralisierung des Knochens, die unbedingt vermieden werden sollte.


Während es zahlreiche Studien gibt, die für die präventive Einnahme von Kalzium und Vitamin D3 zur Vorbeugung von Osteoporose sprechen, gibt es auch Studien, die keinerlei Evidenz für die Einnahme dieser Nährstoffe als Vorbeugung sprechen. Die Studienlage ist also, wie so oft in der Schulmedizin, uneindeutig. Generell ist aber ein optimaler Ernährungsstatus, egal ob über eine ausgewogene, gesunde Ernährungsweise oder auch zusätzlich über die Einnahme von Supplements, sehr zu empfehlen.

Top 3 Maßnahmen bei Osteoporose

Die wohl wichtigsten Maßnahmen bei einer Osteoporose sind:

  1. Krafttraining
  2. Supplementierung 
  3. Sturzprophylaxe

Die Summe der Maßnahmen verspricht Erfolge.

Krafttraining 

Wer rastet, der rostet. So ist es tatsächlich. Wer seinen Körper nicht immer wieder höheren Belastungen aussetzt, der kann auch nicht erwarten, dass er derartigen Belastungen im Extremfall standhält. Durch Bewegungstraining wird die körperliche Leistungsfähigkeit trainiert, erhalten und wiedergewonnen. Genauso auch die Knochengesundheit. Ein Krafttraining mit angepassten Steigerungen können wir dir bei einer Osteoporose dringend empfehlen. 

Supplementierung

Hier scheiden sich die Geister. Die Österreichische Gesellschaft für Knochen und Mineralstoffwechsel empfiehlt aber klar die Einnahme von Kalzium und Vitamin D3 als Prophylaxe. Bei einem Vitamin D Status von < 20 ng/ml liegt laut dieser Gesellschaft schon ein erhöhtes Risiko für gewisse Frakturen vor. Der regelmäßige Check des Vitamin D Status lohnt sich bei einem schlechten Knochenstoffwechsel oder einer bereits bestehenden Osteoporose sicher. 

Sturzprophylaxe

Eine entscheidende Maßnahme bei einer fortgeschrittenen Osteoporose ist die Sturzprophylaxe. Wobei diese Maßnahme vor allem für ältere Menschen entscheidend ist. Rund ein Drittel aller Menschen über 65 Jahre stürzt jährlich. Im Rahmen einer Physiotherapie können hier entsprechende Trainings durchgeführt werden. Gute Gleichgewichtsübungen sind hier das A und O. Denn poröse Knochen brechen bei einem Sturz leicht und wachsen weniger gut zusammen. Quelle: Bundeshilfeverband für Osteoporose e.V.

Podcast-Empfehlung:

Die Österreichischen Gesellschaft für Knochen und Mineralstoffwechsel hat einen Podcast zum Thema Osteoporose auf die Beine gestellt. Hör doch mal rein!

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