Glutenunverträglichkeit vs. Zöliakie

Glutenunverträglichkeit und Zöliakie werden in der Umgangssprache oft synonym verwendet, obwohl es medizinisch gesehen nicht dasselbe ist. 

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Darmschleimhaut durch die Aufnahme von Gluten stark geschädigt wird. Bei gesunden Menschen ist die Dünndarmoberfläche durch sogenannte Darmzotten (Ausstülpungen der Schleimhaut) stark vergrößert, wodurch Nährstoffe optimal vom Körper aufgenommen werden können. Bei Menschen mit Zöliakie bilden sich die Darmzotten zurück und lebenswichtige Nährstoffe werden nicht mehr ausreichend aufgenommen. Das ist auch der Grund dafür, warum viele Erkrankte stark an Körpergewicht verlieren und Mangelerscheinungen aufweisen.

Glutenunverträglichkeit ist hingegen keine Krankheit und die körperlichen Auswirkungen sind weitaus milder als bei einer Zöliakie. Glutenunverträglichkeit ist eine (im medizinischen Sinne) Typ 3 Allergie, das heißt eine Form von Allergie mit verzögerten Symptomen. Das führt dazu, dass der Körper bei der Aufnahme von Gluten eine erhöhte Anzahl an Antikörpern bildet, weil er die Eiweißbestandteile fälschlicherweise als Gefahr sieht.

Wichtig ist, die beiden Begriffe Zöliakie und Glutenunverträglichkeit nicht zu verwechseln. Nur etwa ein Prozent der Bevölkerung leidet unter der chronischen Dünndarmerkrankung Zöliakie und muss eine strikte glutenfreie Diät halten. Wesentlich mehr Menschen sind jedoch von der weniger stark ausgeprägten Glutenunverträglichkeit betroffen.


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