Ähnlich, aber nicht gleich: Allergie vs. Unverträglichkeit – die Unterschiede

Allergie und Unverträglichkeit werden häufig synonym verwendet, haben aus medizinischer Sicht jedoch nichtsmiteinander zu tun. Die korrekte Differenzierung ist wichtig für die Gestaltung der Lebensweise.

Bei klassischen Allergien (Typ 1) liegt die Reaktionszeit im Minutenbereich beziehungsweise unter einer Stunde. Analog ist eine Diagnose rasch durchführbar. Im Gegenzug äußern sich Beschwerden bei Nahrungsmittel­unverträglichkeiten meist 6 bis 48 (teilweise bis zu 72) Stunden nach dem Verzehr. Eine Selbstdiagnose gestaltet sich sehr schwierig bis unmöglich, da die Reaktion nicht unmittelbar auf das verzehrte Lebensmittel bzw. -bestandteil zurückzuführen ist.

Eine positiv getestete Nahrungsmittel­unverträglichkeit sollte eine Umstellung der Ernährung mit sich bringen. Unverträgliche Nahrungsmittel sollten über einen festgelegten Zeitraum vermieden werden, um die Beschwerden zu verringern und den Körper zu entlasten. Kleine Mengen eines unverträglichen Nahrungsmittels können aber bedenkenlos gegessen werden und führen auch bei übermäßigem Verzehr zu keiner lebensbedrohlichen Situation.

Im Gegensatz dazu muss die Ernährung bei einer Allergie zum Teil stark eingeschränkt werden. Bei einer akuten Allergie ist stets Vorsicht geboten nicht aus Versehen Gerichte zu sich zu nehmen, die mit Lebensmitteln versehen sind, welche eine allergische Reaktion auslösen könnten. Heftige Reaktionen können mitunter lebensbedrohlich sein. Hinweise wie „Kann Spuren von Nüssen enthalten” erleichtern den Einkauf.

Nahrungsmittel­unverträglichkeiten sind im Allgemeinen als eine abnormale Reaktion des Organismus auf bestimmte Nahrungsmittelbestandteile verstanden werden. Es gibt Nahrungsmittel­unverträglichkeiten und Intoleranzen auf verschiedenste Bestandteile der Nahrung – auf Zuckerarten, wie beispielsweise Laktose oder Fruktose, aber auch auf Histamin oder bestimmte Eiweißbestandteile der Nahrung. Hier ist gilt es begrifflich zu unterscheiden: Intoleranzen sind auf einen unzureichenden enzymatischen Verdauungsprozess zurückzuführen. Unverträglichkeiten auf Eiweißbestandteile sind eine überdurchschnittliche Reaktion des Immunsystems (meist aufgrund einer durchlässigen Darmschleimhaut).

Nahrungsmittel­unverträglichkeiten auf Eiweißbestandteile sind über einen Bluttest feststellbar. Dabei wird die Anzahl der Antikörper gemessen, welche das Immunsystem im Zuge einer Abwehrreaktion ausschüttet. Die meisten Intoleranzen, wie Laktose- oder Fruktoseintoleranz, können mittels Atemgastest gemessen werden.

Allergien werden in den meisten Fällen mit Hilfe eines sogenannten Prick-Tests über die Haut getestet. Dabei werden einzelne Allergene auf die Haut aufgetragen. Nach Verstreichen einer gewissen Zeit wird gemessen, ob die Haut auf die Allergene reagiert hat.

 


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nutrition test Der Test für Nahrungs­mittel­unver­träglich­keiten

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