Unverträglich­kei­ten im Test – 01.08.2015

01.08.2015

Wie ein Selbsttest aufdecken will, von welchen Nahrungsmitteln man lieber die Finger lassen sollte.

Heutzutage kennt sich ja kaum noch jemand aus, was man essen darf und was nicht. Jahrelang war Fett böse, jetzt ist es doch wieder gut (zumindest ungesättigte Fette). Vor veganen Eisdielen stehen Menschen Schlange und sogar McDonald’s hat seine Palette an den Hype um Laktoseintoleranz und Glutenunverträglichkeit angepasst.

Oft gehörte Erklärung: „Ich vertrage das besser.“ Überprüft wurde das im seltensten Fall. Ein neuer Selbsttest für daheim will das jetzt vereinfachen. Weil ich einen Saumagen habe, bitte ich zwei sensiblere Kolleginnen den Test von Kiweno (www.kiweno.com, € 99) mitzumachen. Das Testkit enthält eine genaue Anleitung: Wir sterilisieren unsere Hände und pieksen uns mit der Lanzette in einen Finger. Bis wir es schaffen, genug Blutströpfchen aus dem Finger zu massieren, sehen unsere Hände aus, als hätten wir ein Massaker hinter uns – man kann sich dabei sicher geschickter anstellen. Der Rest ist einfach, das Blutauffang-Röhrchen wird mit einer fertigen Etikette beklebt und abgeschickt. Wenige Tage später sind die Ergebnisse online abrufbar.

Die Kolleginnen mit Verträglichkeitsproblemen sind skeptisch – zwar haben sich bisherige (weitaus teurere) Testergebnisse bestätigt, doch manche widersprechen einander sogar. Ihr Fazit: „Beim Verdacht einer Unverträglichkeit ist das ein guter Einstiegstest. Bei gröberen Problemen sollte man aber definitiv zum Arzt.“ Zwar gibt Kiweno vorgefertigte Tipps, worauf man in seiner Ernährung ausweichen soll – bei mehreren Intoleranzen kann sich das aber schnell überschneiden.

Mein Saumagen hat sich bestätigt – auf der Skala von sechs Punkten vertrage ich Mandeln mit drei Punkten am schlechtesten. Das könnte das flaue Gefühl nach gewissen Marzipanschwein-Exzessen erklären. Oder es war einfach die Menge. Ich werde trotzdem weiter alles essen.

Fazit:
Ein Heimtest auf 70 Lebensmittel mit praktischen Ernährungstipps bei Intoleranzen. Was genau mit welchen Methoden getestet wird, erfährt man allerdings nicht. Bei groben Problemen lieber gleich direkt zum Arzt oder Ernährungsspezialisten.

Kurier

Zum Artikel: Unverträglichkeiten im Test


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