Tiroler Start-up kassiert in TV-Show 7 Millionen Euro – 31.03.2016

31.03.2016

Die Tiroler Gesundheitsfirma Kiweno verkaufte für einen Rekordbetrag Unternehmens-Anteile in der Puls4-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“.

Von Stefan Eckerieder

Innsbruck, Wien – Am Dienstagabend gab es ein Rekord­investment in Millionenhöhe in der Puls4-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“. Zwei Töchter der ProSieben-Sat.1-Mediengruppe investieren sieben Millionen Euro in das Tiroler Start-up „Kiweno“. Im Gegenzug erhielten SevenVentures Austria und 7NXT einen 26-Prozent-Anteil an dem Gesundheitsunternehmen. Ein Investment in dieser Höhe gab es laut Puls4 in einer TV-Show weltweit noch nie zuvor. Die Bewertung des 2014 gegründeten Unternehmens liegt damit bereits bei 27 Mio. Euro.

„Kiweno“ wurde von den drei Tirolern Robert Fuschelberger, Roland Fuschelberger und Julia Gfrei gegründet. Sie entwickelten einen Selbsttest zu Lebesmittelunverträglichkeiten (die TT berichtete), der online um 99 Euro vertrieben wird. Mit diesem gingen sie im Juni 2015 auf den Markt. Mittlerweile kam mit einem Histamin-Selbsttest ein zweites Produkt dazu.

Die sieben Millionen Euro, die Kiweno bei der Gründer-Show zugesichert wurden, werden für TV-Werbung verwendet und sollen die Reichweite der Selbsttests erhöhen: „Fernsehwerbung ist für uns kleine Start-ups nicht leicht zu bekommen. Wir sind aber der Meinung, dass wir TV-Werbung brauchen, um schneller bekannt zu werden“, sagt Robert Fuschelberger.

Sechs Millionen Euro sollen nun für Fernsehwerbung in Deutschland verwendet werden, eine Million Euro stecken die ProSieben-Sat.1-Töchter in die TV-Vermarktung in Österreich. Der erste Werbespot wird laut Fuschelberger Ende April in Deutschland ausgestrahlt. Wann die ersten Spots in Österreich laufen sollen, ist noch nicht bekannt. Dass zuerst der deutsche Markt beackert wird, stört die Gründer nicht: „Wir machen den überwiegenden Teil unseres Umsatzes in Österreich. Als Nächstes wollen wir in Deutschland bekannter werden“, sagt Fuschelberger.

Laut eigenen Aussagen verkauft „Kiweno“ monatlich bereits mehrere Tausend Selbsttests und erzielt steigende Umsätze und Gewinne. An den Standorten in Innsbruck, Wien und München zählt das Unternehmen 28 Mitarbeiter.

Auch bislang konnte Kiweno mit prominenten Investoren aufwarten. Laut Firmenbuch waren bislang die Gründer mit je 24 Prozent, 25 Prozent und 21 Prozent am Unternehmen beteiligt – zehn Prozent hielt Georg Molzer, Technischer Leiter bei Kiweno. Business Angel Hans Hansmann hielt 15 Prozent, der ehemalige Swatch-Manager Rudi Semrad war mit fünf Prozent beteiligt.

Die anderen Business Angels bei „2 Minuten 2 Millionen“ – Leo Hillinger, Marie-Helene Ametsreiter, Michael Altrichter, Heinrich Prokop und Hans Peter Haselsteiner – stiegen nicht bei Kiweno ein.

Tiroler Tageszeitung


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