Kiweno: Diagnose vom Sofa aus – 26.06.2015

26.06.2015

Das Tiroler Start­up kiweno deckt mit einem einfachen Selbsttest Nahrungsmittel­unverträglichkeiten auf.

Health­Apps gehören zu den Apps mit den größten Hoffnungs­ und Wachstumspotenzialen. Das Tiroler Start­up kiweno will beim Aufteilen des Kuchens dabei sein. Die Investoren Hansi Hansmann und Rudi Semrad unterstützen das Unternehmen. Die Idee zu dem Start­up war mit Schmerzen verbunden. Mit Bauchschmerzen. Auf irgendetwas reagierte der Magen von Bianca Gfrei, die internationale Wirtschaft studiert hatte, recht gereizt. Ob Laktose, Gluten oder schlichtweg Käse – der befreundete Arzt Roland Fuschlberger konnte rasch helfen. Er setzte dafür einen mit Partnern entwickelten Bluttest ein, für den nur wenige Blutstropfen aus der Fingerkuppe nötig sind. Gfrei war begeistert. Umgehend entwickelte sie gemeinsam mit Fuschlberger die Idee, diesen Test möglichst vielen zugänglich zu machen. Nach ersten Versuchen und viel positiver Resonanz war bald klar: Das Projekt könne nur ein eigenes Unternehmen stemmen. „Eigentlich hatte ich die Zusage für einen Consultingjob in New York“, grinst Gfrei heute, „doch den hab ich abgesagt.“ Seither arbeitet die Tirolerin mit ihrem Team, das inzwischen im Start­up­Campus von Pioneers und SpeedInvest im Wiener Palais Eschenbach residiert, intensiv an kiweno, so der Name des Start­ups.

Bis jetzt haben bereits über 2500 Testkunden den Test von kiweno (vormals: Iamnuvi) ausprobiert. Ab Ende Juni wird dies noch einfacher: Als Kunde bestellt man über die Plattform kiweno.com um 99 Euro ein Testset, das einem nach Hause geschickt wird. Dieses enthält ein einfaches medizinisches Gerät, das ohne Vorkenntnisse eingesetzt werden kann, um eine Blutprobe per Post zur Analyse ins deutsche Partnerlabor zu schicken. Nach einigen Tagen erhält man passwortgeschützt auf my.kiweno.com einen detaillierten Befund und vor allem auch persönlich abgestimmte Ernährungsempfehlungen und Gesundheitstipps. „Und über den Sommer wollen wir weitere Selbsttests entwickeln“, kündigt Gfrei an: „Von Serotonin über Vitamin D bis zu Mikronährstoffen wollen wir alles messen.“

Seit Anfang Juni hat kiweno auch zwei namhafte Investoren mit an Bord: den Business Angel Hansi Hansmann und den ehemaligen Swatch­-Österreich-­Chef Rudi Semrad. „Im Prinzip ist jeder von uns ein potenzieller Kunde, weil jeder, ohne es zu wissen, eine Unverträglichkeit haben könnte“, erklärt Hansmann den Reiz seines neuen Investments. Und Semrad ergänzt: „Ich sehe eine unglaubliche Skalierbarkeit, vor allem auch in Richtung Ausland, mit riesigem Potenzial, damit auch Kohle zu machen.“

trend.

Zum Artikel: Diagnose vom Sofa aus


Du hast nicht gefunden, wonach du gesucht hast? Unser Kundenservice hilft dir gerne weiter.

Kontaktiere uns