Frauen im Business: Vom Ende des Klischees – 29.02.2016

29.02.2016

Agenturfotos zeigen Business-Frauen meist als makellose Büromäuschen. Wir zeigen Frauen, wie sie wirklich sind.

Nehmen wir das Bild mit der 20-jährigen Blondine mit Eckbrille, enger Bluse, keckem Blick? Oder das mit der Akten-bringenden Dunkelhaarigen mit Wallemähne und Bleistiftrock? Ein Paar rote Lackschuhe zwischen Herrenschnürern als Symbolbild für die Frauenquote? JournalistInnen sind für die Bebilderung von Artikeln auch auf Fotoagenturen angewiesen. Die Bilder darin sind oft realitätsfern und unzeitgemäß. Die Online-Kampagne #womeninbusiness diverser Medien will dem mit realen Frauenbildern entgegenwirken.

Denn die Businesswelt ist normaler und vielfältiger als diese Klischees suggerieren. Frauen sind im Business keine lasziven Büromäuschen, sie sind stark, selbstbewusst, kompetent. Sie führen Unternehmen und sitzen – wenn auch zu selten – im Vorstand. Sie jonglieren ihre Termine zwischen Meetings und Kindergarten. Da verrutscht auch manchmal die Frisur, ist das Make-up unperfekt.

„Die Vision des Feminismus ist nicht eine weibliche Zukunft. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.“
Johanna Dohnal, 2004

Zugegeben, Frauen können sich mit ihrer Kleidung auffälliger inszenieren als Männer mit ihren dauerbewährten Anzugs-Uniformen – die im Übrigen auch oft schlecht sitzen und mit knallbunten Krawatten verschlimmert werden. Doch auch wenn sie sich innerhalb des Dresscodes bewegen, werden Frauen im Business oft kritischer beäugt als Männer. Hinter ihrem Rücken wird über ihr Aussehen geraunt, wo beim Mann über dessen Position, Status und Entscheidungsfähigkeit geredet wird. Frauen werden mit der Kinderfrage tangiert, während mit dem Mann der nächste Deal verhandelt wird. Frauen müssen sich stärker durchsetzen, härter arbeiten und ihr Können öfter unter Beweis stellen, wenn sie die gläserne Decke nach oben durchbrechen und an der Unternehmensspitze mitspielen wollen.

Wir wollen die Realität abbilden. In Worten, und in zeitgemäßen Bildern. Daher schließen wir uns der Kampagne #womeninbusiness an – und Sie hoffentlich auch:

„Kompetenz schätzen“

Bianca Gfrei über falsche Debatten

Dieses Frauenbild wünsche ich mir
Ich wünsche mir, dass Menschen nicht nach Merkmalen wie Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder ähnlichem bewertet werden. Das gilt für die private und die berufliche Sphäre. Leicht durchschaubare Rollenbilder helfen niemandem und schüren unnötige Debatten, die wertvolle Aufmerksamkeit und Energie in eine falsche Richtung lenken. Leistungsbereitschaft, Charakterqualität und Führungsstil haben nichts mit Geschlechterrollen zu tun.

Meine Meinung zum Frauenbild im Business
Dennoch merke ich immer wieder, wie ich von Außenstehenden selbst nach mitunter vorgeschobenen Kategorien beurteilt werde. Das beginnt bei Fragen über das Führen von mehrheitlich männlichen besetzten IT-Teams und endet bei der Einladungspolitik als offensichtliche „Quotenfrau“ etwa bei öffentlichen Diskussionsrunden. Das ist schade. Frauen sollten für ihre Kompetenzen und Fähigkeiten geschätzt werden und nicht für ihr Geschlecht. Darum lehne ich Quotenregelungen aller Art ab.

Kurier

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