Verschiedene Unverträglichkeitsformen auf Milch

Eine Unverträglichkeit auf Milch kann unterschiedliche Gründe haben:

Eine Ursache für eine Milchunverträglichkeit kann sein, dass man den in der Milch enthaltenen Zucker, die sogenannte Laktose, nicht gut verträgt. Das hat damit zu tun, dass diese Personen zu wenig von dem Enzym Laktase bilden. Wird der Milchzucker mittels der Nahrung aufgenommen, so gelangt die Laktose ungespalten in den Dickdarm, wo es zu Gasbildungen kommt. Dadurch leiden laktoseintolerante Menschen auch häufig an Blähbauch oder Bauchkrämpfen.

Ein weiterer Grund für eine Milchunverträglichkeit ist, dass der Körper auf bestimmte Eiweißbestandteile der Milch reagiert – nämlich auf Kasein oder das sogenannte Molkeneiweiß, oder sogar auf beide. Die Symptome können sehr ähnlich wie bei einer Laktoseintoleranz ausfallen, sind aber individuell oft sehr unterschiedlich.

Mögliche Symptome:

  • Blähbauch
  • Durchfall
  • chronischer Schnupfen oder verschleimte Nasenhöhlen
  • Bauchkrämpfe
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen uvm.

Laktoseintoleranz vs. Kaseinunverträglichkeit

Nicht jeder, der Milch nicht gut verträgt, leidet automatisch an einer Laktoseintoleranz. Weit verbreitet ist auch die Unverträglichkeit gegenüber Kasein. Die Symptome sind nicht so akut und deshalb der Ursache nur schwer zuordenbar. Kasein macht etwa 80% des Gesamteiweißbestandteiles in Milchprodukten aus. Wer an einer Kaseinunverträglichkeit leidet, sollte je nach Intensität auf Milchprodukte verzichten, da in diesem Fall auch keine laktosefreien Produkte eine Symptomreduktion bewirken.

Milcheiweißunverträglichkeit: Kasein und Molkeneiweiß

Kasein ist in allen tierischen Milchprodukten enthalten – in Sauermilchprodukten, wie Quark oder Joghurt, genauso wie in Weich- oder Hartkäse.

Das Molkeneiweiß sondert sich aus Milch mit der Molke ab und ist deshalb in Käse oder Frischkäse nur mehr in sehr geringem Ausmaß enthalten. Menschen mit einer Unverträglichkeit gegenüber dem Molkeneiweiß können deshalb (Frisch-)Käse oft ohne Beschwerden verzehren. Umgekehrt gilt dasselbe: Da sich in die Molke hauptsächlich das Molkeneiweiß absondert und das Kasein dabei vollständig zurückbleibt, sind Molkegetränke für Menschen mit einer Kaseinunverträglichkeit möglicherweise gut verträglich.

Das Molkeneiweiß ist kuhmilchspezifisch, deshalb können Menschen mit einer derartigen Milcheiweißunverträglichkeit auch oft auf andere Tiermilcharten wie Schaf-, oder Ziegenmilch ausweichen.

Alternativen bei einer Milcheiweißunverträglichkeit

Bei einer Milcheiweißunverträglichkeit gegenüber Kasein sind alle Tiermilchsorten (von Kuh, Schaf, Ziege oder Stute) abzuraten und es bieten nur pflanzliche Milchsorten einen optimalen Ersatz, wie Hafer-, Reis- oder Kokosmilch. Außerdem werden oft Butter oder Sahne gut vertragen. Das hat den Grund, dass darin nur mehr wenig Eiweiß enthalten ist und wie man so schön sagt: Die Menge macht das Gift.

Bei einer Milcheiweißunverträglichkeit gegenüber dem Molkeneiweiß werden oft Schaf-, Ziegen- oder Stutenmilch gut vertragen, da das Molkeneiweiß nur ihn Kuhmilch vorkommt. Außerdem sind natürlich auch alle pflanzlichen Milchsorten eine gute Alternative und wie auch bei Kaseinunverträglichkeit kann Butter oder Sahne mitunter, aufgrund des sehr geringen Eiweißanteils, sehr gut vertragen werden.

Verträgt man beide Milcheiweiße nicht, so bleibt die gemeinsame Schnittmenge, sprich alle pflanzlichen Milchsorten, übrig. Inwieweit Milchprodukte nicht vertragen werden hängt von der Stärke der Ausprägung der Unverträglichkeit ab. Darüber gibt ein Bluttest auf Nahrungsmittel­unverträglichkeiten sowie das eigene Körpergefühl meist schnelle und gute Auskunft.


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