Was ist Laktoseintoleranz?

Laktosefreie Milch gibt es mittlerweile in jedem Lebensmittelgeschäft und auch der heiß geliebte Cappuccino wird meistens schon laktosefrei angeboten. Warum das Ganze? Bauchkrämpfe, Blähbauch, Verdauungsbeschwerden und Übelkeit sind Symptome, die für eine Laktoseintoleranz sprechen und durch den Konsum von laktosefreien Milchprodukten gemindert werden können. Aber was ist Laktoseintoleranz eigentlich?

Eine Laktoseintoleranz ist ein Enzymdefekt und nicht, wie oft angenommen, eine Nahrungsmittelallergie. Laktose ist ein Zweifachzucker, der vom Körper erst in seine Grundbestandteile gespaltet werden muss, bevor er aufgenommen werden kann. Dazu wird das Enzym Laktase benötigt, das Menschen mit Laktoseintoleranz nur mangelhaft zur Verfügung steht.

Was passiert bei einer Laktoseintoleranz im Darm?

Laktose wird über Milchprodukte aufgenommen und normalerweise im Dünndarm mit Hilfe des Enzyms Laktase gespalten. Bei einer Milchzuckerintoleranz steht dieses Enzym nicht oder nur mangelhaft zur Verfügung, wodurch es zu einer unvollständigen Spaltung der Laktose kommt. Der ungespaltene Milchzucker gelangt so in den Dickdarm und wird dort von Darmbakterien vergoren. Es entstehen die Gase Kohlendioxid und Wasserstoff, die den vielfach symptomatischen Blähbauch verursachen. Weitere Folgen sind Verdauungsbeschwerden, wie u.a. Durchfall oder Übelkeit.

Wie viele Menschen leiden an einer Laktoseintoleranz?

Im europäischen Raum sind weitaus weniger Menschen von einer Laktoseintoleranz betroffen als oft angenommen. In Österreich leiden circa 20 Prozent an der Intoleranz gegenüber Milchzucker – im internationalen Vergleich sind das relativ wenige. Betrachtet man die gesamte Weltbevölkerung, so spricht man von 75%, die Laktose nur unzureichend verstoffwechseln können. Im asiatischen Raum, Südamerika und Afrika ist der Enzymdefekt am stärksten verbreitet. Im Norden Europas ist Laktoseintoleranz mit rund 20% eher ein Einzelfall, währenddessen in den südlichen Staaten immerhin schon 40 bis 60% betroffen sind. Mehr über die Hintergründe zur demografischen Verbreitung von Laktoseintoleranz ist hier zu finden.

Laktoseintoleranz vs. Kaseinunverträglichkeit

Nicht jeder der Milch nicht gut verträgt, leidet automatisch an einer Laktoseintoleranz. Weitverbreitet ist auch die Unverträglichkeit gegenüber Kasein. Die Symptome sind sehr ähnlich wie bei einer Laktoseintoleranz, meist jedoch nicht so akut und deshalb der Ursache nur schwer zuordenbar. Kasein ist ein Protein, das in Milch und Milcherzeugnissen aller Tierarten, etwa Kuh, Schaf oder Ziege, vorkommt. Es macht etwa 80% des Gesamteiweißbestandteiles in Milchprodukten aus. Wer an einer Kaseinunverträglichkeit leidet, sollte je nach Intensität auf Milchprodukte verzichten. In diesem Fall bewirken auch laktosefreie Produkte keine Symptomreduktion.


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lactose test Der Test zur Fest­stellung von Laktose­intoleranz

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