„Start-up-Steckbrief“: Online-Tool gegen Intoleranzen – 22.09.2015

22.09.2015

Wöchentlich stellen die Initiative i2b und „Die Presse“ ein junges heimisches Unternehmen vor. Zum Lust bekommen, Mut machen und Lernen von denen, die sich getraut haben.

Was ist neu daran?

Nahrungsmittel­unverträglichkeiten betreffen viele Menschen. Labordiagnostische Testmethoden sind aber oft teuer. Kiweno verknüpft diese Tests mit interaktiver Online-Datenvisualisierung. So will die Gründerin Bianca Gfrei „Verständnis für die eigene Ernährung schaffen und Menschen ermöglichen, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.“ Das erste Produkt, ein Selbsttest zur Feststellung von Nahrungsmittel­unverträglichkeiten, ist seit Juni 2015 für 99 Euro online erhältlich.

Die größten Hürden

Gfrei sagt: „Vor allem den ersten Investor zu überzeugen, ist kein Zuckerschlecken.“ Viele unterschätzen, welche Zeit und Energie die Suche kostet. Von der Vorbereitung der Unterlagen bis zu den Verhandlungen eines Angebots vergehen Monate. Umso größer die Freude, dass Business Angel Hansi Hansmann nun in kiweno investiert.

Tipps für Start-Up-Gründer

Aus Fehlern zu lernen und nicht aufgeben. Das Schöne an einem Start-up: Es gibt nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen – auch, wenn es manchmal „nur“ Erfahrung ist.

Das schönste Kundenerlebnis

Ein Bäckerlehrling stieß auf kiweno nachdem er seine Ausbildung wegen extremer Hautreizungen unterbrechen musste. Mit der Ernährungsumstellung verschwanden auch die Hautekzeme und er konnte wieder zu arbeiten beginnen. „Zu wissen, dass man an etwas arbeitet, das Menschen wirklich etwas bringt, ist einfach erfüllend“, sagt Gfrei.

Das nächste Ziel

Kurzfristig ist der Launch weiterer Produkte und die Internationalisierung geplant. Das große Ziel von Gfrei ist es, die individuelle Gesundheitsvorsorge neu zu definieren.

Die Presse

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