Onlineplattform bietet Bluttests to go – 06.07.2015

06.07.2015

Das österreichische Start-up Kiweno offeriert günstige Nahrungsmittel­unverträglichkeitstests und unterstützt auch bei der Therapie. Neue Produkte sind in der Pipeline.

Wien. “Auch gesunde Lebensmittel können krank machen. Nämlich dann, wenn man sie nicht verträgt”, sagt Bianca Gfrei, Mitgründerin und Geschäftsführerin des heimischen Start-ups Kiweno. Sie selbst hat diesbezüglich eine wahre Odysee hinter sich. Gemeinsam mit dem Arzt, der ihr schließlich helfen konnte, und einem weiteren Partner hat die 25-jährige Tirolerin dann die Gesundheitsplattform gegründet.
Herzstück des Projekts ist ein Testverfahren, das zuverlässig Lebensmittelunverträglichkeiten analysiert. Das dafür notwendige Set ersteht man online. Es beinhaltet unter anderem ein Röhrchen, das man mit zwei bis drei Tropfen Eigenblut befüllt und via Post an das Kiweno-Büro nach Innsbruck schickt. Von dort kommt es dann zwecks Auswertung zum Kooperationspartner, einem deutschen Labor. Spätestens nach fünf Werktage kann man den Befund online abrufen.
“Das Besondere daran ist, dass da dann nicht nur die Laborergebnisse stehen, sondern dass auch individuell abgestimmte Ernährungsempfehlungen und Gesundheitstipps mitgeliefert werden”, sagt Gfrei. Zusätzliches Goodie: Statt der 300 bis 400 €, mit denen ein derartiger Test in der Regel beim Hausarzt zu Buche schlägt, kostet die Kiweno-Version nur 99 €.

Expansion ab 2016
Derzeit wird die Onlineplattform ausschließlich für den deutschsprachigen Raum gehostet, Österreich, Deutschland, die Schweiz, Liechtenstein und Oberitalien zählen zu den Hauptmärkten. 2016 will man mit einer englischsprachigen Plattform weiterexpandieren. Auch zusätzliche Blut- und Speicheltestverfahren sowie ein personalisiertes Online-Gesundheitstagebuch sind angedacht.
Mittelfristig, so Gfrei, stehe auch die Überlegung im Raum, ein eigenes Labor zu betreiben. Gefördert wird das Start-up von den beiden Business Angels Hansi Hansmann und Rudi Semrad. “Mit einem höheren sechsstelligen Betrag”, sagt Gfrei. Mit dem Geld hat man die beiden Standorte Wien und Innsbruck ausgestattet, ingesamt sind mittlerweile zehn Personen an Kiweno beteiligt.

WirtschaftsBlatt

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