Kiweno: Das Startup, das dein Blut will – 18.06.2015

18.06.2015

Noch in diesem Monat startet Kiweno mit seinem innovativen medizinischen Produkt: Einer Kombination aus Online-Plattform und Selbsttest zu möglichen Nahrungsmittel­unverträglichkeiten.

„Gesunde Ernährung bedeutet nicht zwangsweise auch die richtige Ernährung. Ganz im Gegenteil, sie kann sogar krank machen, wenn man sie nicht verträgt“, erklärt Bianca Gfrei, Gründerin und Chefin von Kiweno. Und sie spricht aus Erfahrung, denn sie selbst hatte eine Lebensmittelunverträglichkeit. Und aus dem Ärzte-Marathon und Befunde sammeln entwickelte sich dann die Idee heraus diesen Vorgang für die Menschen zu erleichtern. Zweieinhalb Jahre später ist Kiweno fertig und steht kurz vor dem Start.

Gemeinsam mit dem medizinischen Dr. Roland Fuschelberger und ihrem Team hat sie begonnen das Testverfahren zu vereinfachen, damit dieser von zuhause aus gemacht werden kann. Auf insgesamt 70 Lebensmittel wird in dem mit Kiweno zusammenarbeitenden Labor getestet. Dabei handelt es sich um gängige Lebensmittel, die man regelmäßig zu sich nimmt.

Drei Tropfen Blut reichen aus um zu bestimmen, welche Eiweißstoffe man nicht verträgt. Um bei schlechter Blutgerinnung nicht dieselbe Nadel noch einmal verwenden zu müssen, gibt es eine Ersatz-Lanzette. Das mitgelieferte „Blutauffangröhrchen“ ist mit Silizium-Heparin präpariert, damit die Probe den Transport unbeschadet und vor allem unverfälscht übersteht. Via E-Mail oder SMS bekommt man dann innerhalb von fünf Werktagen eine Benachrichtigung, dass die Ergebnisse auf der Online-Plattform bereitstehen.

Statt eines üblichen, für Nicht-Mediziner teils nichtssagenden Laborbefunds, wird dem Nutzer übersichtlich dargestellt, welche Lebensmittel man verträgt und welche nicht. Dazu gibt es dann auch noch einen individuell abgestimmten Therapieplan sowie regelmäßig aktualisierte Ernährungs- und Gesundheitsempfehlungen.

Nach dem Befund ist noch lange nicht Schluss

„Wenn die Ernährung indiviuell abgestimmt ist, dann steigen Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Mit kiweno geben wir Menschen die Möglichkeit ihre Ernährung zu verstehen, zu managen und zu optimieren“, erklärt Dr. Fuschelberger. Unsicherheiten wie sie bei Bianca Gfrei zu Beginn ihrer Diagnose entstanden, will sie anderen ersparen: „Ich habe Angst entwickelt, etwas falsches zu essen“. Durch die Plattform habe man aber jederzeit einen Überblick darüber, welche Lebensmittel man ohne Bedenken zu sich nehmen kann, oder wodurch man sie im gegebenen Fall ersetzen sollte.

Business-Angel Hansi Hansmann, der eigentlich erst kürzlich meinte, dass sein Portfolio nun voll sei, hat in das ambitionierte Team und sein Produkt investiert: „Einfach weil alle meine Kriterien für eine Investition gegeben waren. Kiweno löst ein Problem und es gibt eine große Zielgruppe dafür. Der Ansatz ist innovativ. Und ausschlaggebend war das Team und seine Gründerin.“

Auch der ehemalige Swatch-Geschäftsführer Rudi Semrad hat in das Unternehmen investiert. Gemeinsam haben Rudi Semrad und Hansi Hansmann eine sechsstellige Summe in Kiweno gepumpt und halten dafür nun gemeinsam bei 20 Prozent des Unternehmens.

Die Presse

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