Eisen (Ferritin)

Einst galt Spinat als der Eisenlieferant schlechthin. Der Fehler von damals wurde aufgedeckt – seinen Stellenwert in der Ernährung hat Eisen jedoch behalten.

Allgemeines & Aufgaben
Eisenmangel zählt zu den häufigsten Mangelerscheinungen – doch was ist Eisen überhaupt? Eisen ist ein Mineralstoff. Wenn man die Eisenversorgung im Körper messen will, wird der Ferritinwert analysiert. Ferritin speichert Eisen und wird deshalb als Speichereisen bezeichnet. Misst man den Ferritinwert, handelt es sich somit um einen Langzeitwert, der Auskunft über die Eisenversorgung der letzten Wochen geben kann.
Eisen ist ein Bestandteil des roten Blutfarbstoffs und ist damit an der Blutbildung und am Sauerstofftransport im Blut beteiligt. Unterschieden wird in 2-wertiges Eisen, das aus tierischen Quellen stammt, und aus 3-wertigem, pflanzlichen Eisen. Tierisches Eisen kann vom Körper deutlich leichter aufgenommen werden.

Vorkommen
Rotes Fleisch ist die ergiebigste Eisenquelle, da dieses 2-wertige Eisen vom Darm besser verwertet werden kann. Aber auch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Spinat enthalten Eisen. Von diesen Lieferanten muss aufgrund der schlechteren Verwertbarkeit jedoch deutlich mehr gegessen werden. Die Eisenaufnahme kann durch die Kombination mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln verbessert werden

Mangelerscheinungen
Besonders Frauen und Schwangere haben einen erhöhten Eisenbedarf und haben schneller mit einem Mangel zu kämpfen. Dieser bleibt häufig unbemerkt und äußert sich durch anhaltende Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schleimhautveränderungen, wie eingerissene Mundwinkel. Bei einem starken Mangel kann neben einer eisenreichen Ernährung die Supplementierung mit Eisenpräparaten sinnvoll. Diese sollten nicht ohne einen festgestellten Mangel eingenommen werden, da eine Überdosierung ähnliche Beschwerden wie ein Mangel zur Folge haben kann.